Oberschenkelhalsbruch

Obwohl das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks heutzutage zu den häufigsten Operationen gehört, ist der Eingriff nicht ohne Risiko. Zu den Komplikationen, die nach der OP auftreten können, gehören unter anderem Infektionen der Prothese durch Bakterien oder ein Verrenken (Luxation) der Hüftprothese. Das Risiko für das Auftreten von Komplikationen ist vor allem in den ersten Wochen erhöht. Solche Komplikationen sind nicht in jedem Fall auf eine verminderte medizinische Qualität zurückzuführen. So kann eine chirurgische Komplikation auch ohne medizinische und pflegerische Mängel auftreten. Vorhandene Qualitätsmängel machen das Auftreten von Komplikationen aber wahrscheinlicher. Deshalb weisen die aufgeführten Indikatoren auf mögliche Mängel in der Behandlungsqualität hin, beweisen diese aber nicht.

  • Gesamtbewertung (Lebensbäume)
    Die einzelnen Indikatoren werden zu einer Gesamtbewertung zusammengefasst. Je nach der ermittelten Gesamtqualität der Behandlung kann ein Krankenhaus einen, zwei oder drei Lebensbäume erhalten.
     
  • Ungeplante Folge-Operation innerhalb eines Jahres nach dem Eingriff
    Wenn sich nach der Operation das Operationsgebiet entzündet oder die Prothese lockert, kann unter Umständen ein erneuter Eingriff notwendig sein.
     
  • Chirurgische Komplikationen innerhalb von 90 Tagen nach dem Eingriff
    Zu chirurgischen Komplikationen zählen unter anderem Infektionen durch die Prothese, Verletzungen von Blutgefäßen sowie das Ausrenken des künstlichen Gelenks.
          
  • Sterblichkeit innerhalb von 90 Tagen nach dem Eingriff
    Beim Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks nach einem Oberschenkelhalsbruch kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass Patienten an den Folgen der Operation sterben.

Patienteninformation Oberschenkelhalsbruch

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