Verwendete Daten

Grundlage der statistischen Auswertung sind zum einen Routinedaten, die Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte den Krankenkassen übermitteln, um die Behandlung von Patienten in Rechnung zu stellen. Zum anderen basiert die Auswertung auf Versichertenstammdaten, über die Krankenkassen ohnehin verfügen.

Im QSR-Verfahren werden Daten von AOK-Patienten ausgewertet, die im Krankenhaus wegen ihrer Erkrankung behandelt oder operiert wurden. Diese Daten sind verschlüsselt und erlauben keinen Personenbezug.

Im QSR-Verfahren wird die Krankheitsgeschichte eines Patienten bis zu einem Jahr nach der Erstoperation nachverfolgt. Treten also bei einem Patienten innerhalb eines Jahres nach der Entlassung ausgewiesene Komplikationen bzw. unerwünschte Folgeereignisse auf, so werden diese bei der Auswertung berücksichtigt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Patient wieder in jenes Krankenhaus aufgenommen wird, in dem der erste Eingriff erfolgte oder in eine andere Klinik.

Weil die WIdO-Experten großen Wert auf die Verlässlichkeit der Ergebnisse legen, genügen ihnen die Daten nur einiger weniger Patienten nicht. Das QSR-Verfahren berücksichtigt bei den ausgewiesenen Krankheitsbildern jeweils nur Krankenhäuser, die innerhalb von drei Jahren mindestens 30 AOK-Patienten mit dem betreffenden Krankheitsbild versorgt haben. Aktuell werden im AOK-Gesundheitsnavigator die Leistungsjahre 2016 bis 2018 für vier Endoprothetik-Leistungsbereiche sowie für die Leistungsbereiche Blinddarmentfernung, Gallenblasenentfernung, Verschluss eines Leistenbruchs, Therapeutischer Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt, Operation bei gutartiger Prostatavergrößerung und Vollständige Prostataentfernung bei Prostatakrebs berichtet, wobei Komplikationen bzw. unerwünschte Folgeereignisse bis Ende 2019 berücksichtigt werden. Für den Knieprothesenwechsel (nicht bei Knochenbruch oder Infektion) werden fünf Leistungsjahre (2014 bis 2018) berichtet. Komplikationen bzw. unerwünschte Folgeereignisse werden wie in den übrigen genannten Leistungsbereichen bis Ende 2019 berücksichtigt.